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Die Alltagssorgen

Nassauische Neue Presse
November - 2014

Wie konnte es passieren, dass sich der Jugendwahn in einen Seniorenwahn umgekehrt hat? Warum lassen wir uns so vom Leben hetzen? Diesen und anderen Fragen stellte sich Dr. Christiane Mörsel-Zimmermann aus Elbtal in der Kulturscheune. „Zeit ist etwas sehr Wichtiges im Leben geworden“, startete Mörsel-Zimmermann „und ich danke Ihnen, dass Sie mir drei Stunden Ihrer wertvollen Zeit schenken.“ Die Kulturscheune war bis auf den letzten Stuhl besetzt. Wer zu spät kam, musste mit einem Stehplatz vorlieb nehmen.

Als Ärztin, Psychotherapeutin und Coach kommt Christiane Mörsel-Zimmermann mit vielen alltäglichen Dingen in Berührung, erlebt Hektik, Stress und Burn-Out sowie deren Ursachen. Diese Erfahrungen hat Christiane Mörsel-Zimmermann in humorvolle, aber auch kritische Gedichte verpackt, die sie an dem Abend vortrug. Sie schlägt einen großen Bogen vom Senioren- und Jugendwahn bis hin zu den technischen Geräten, die unser heutiges Leben bestimmen und verpackt das in ihrer Lesung „Im Zeitraffer“.

Früher habe es den Jugendwahn gegeben und niemand wollte alt werden. „Wie konnte da der Bevölkerung der Gedanke eingepflanzt werden, dass die Pflegebedürftigkeit ein erstrebenswerter Zustand ist?“, fragt sich die Autorin. Nicht anders könne sie es sich erklären, dass die Menschen ab 50 plus alles dafür tun, die eigene Umgebung behindertengerecht einzurichten. Sie möchte gesund und vergnügt alt werden. Dies gelänge durch positive Gedanken, viel Bewegung und eine gesunde Ernährung. Doch leider gäbe es da auch so einige Tücken. Sie selbst musste die Erfahrung machen, dass sie sich wirklich bewegen wollte und auf das Fahrrad stieg, mit dem Fahrrad dann aber stürzte und es lieber bleiben ließ. Mörsel-Zimmermann widmete sich einem weiteren Zeitfresser: digitale Geräte. „Gehen Sie mal mit offenen Augen durch die Fußgängerzone und beobachten Sie die Menschen um sich herum“, forderte sie die Zuhörer auf. Sie beschäftigte sich mit Situationen, die jeder kennt. Mal lustig, mal ernst wurden die unterschiedlichen Themen verpackt. Es war eine Art Berg- und Talfahrt durch das alltägliche Leben. Die Zuschauer gingen von Anfang bis Ende mit, mal nachdenklich, mal schmunzelnd und lobten am Ende den lebendigen Auftritt. lh

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