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Aus dem Leben einer Ärztin

Januar - 2014

Ärztin aus Leidenschaft  - Wenn Leidenschaft… Leiden schafft

Dr. Christiane Mörsel-Zimmermann gab in einem sehr persönlichen Vortrag Einblicke in das aktuelle Arzt-sein in Deutschland. Einerseits absolut privilegiert, in einem Land zu arbeiten, in dem die medizinischen und diagnostischen Möglichkeiten kaum besser sein könnten, andererseits zunehmend geknebelt, versklavt und in Raster sortiert durch immer mehr Bürokratie, Verordnungen, Gesetzestexte, Regelungen, vorgeschriebene Standardisierungen, in die sowohl die Arbeit der Ärzte, als auch die Patienten gepresst werden sollen. Überbordende Bürokratie, Dokumentation, Computer und App-gesteuerte Medizin lassen kaum noch Platz für das Wesentliche: den Menschen in all seinen Facetten wahrzunehmen- zu sehen, zu hören, zu fühlen und zu spüren, was wirklich mit ihm los ist.

Plötzlich wurde ihre Stimme leise und sie flüsterte:

„Wissen Sie, ich muss Ihnen ein Geheimnis verraten: Wir  Doktors, wir brauchen eigentlich keine Patienten mehr!... Wir haben sooo viel zu tun, da sind die Patienten eigentlich nur noch störend.“

Manchmal war das Bild dunkel, das gemalt wurde: Die Entmenschlichung der Medizin, die aussterbende Rasse der niedergelassenen Ärzte, die „Krake“  Groß-unternehmen, die sukzessive die Praxen schlucken und die Krankenkassen, die zunehmend mehr Macht bekommen über Diagnostik, Therapie und auch die Ärzte.

Realsatire hatte Frau Dr. Mörsel- Zimmermann ihren Vortrag genannt, eine Mischung aus Humor und Ballade, das eine oder andere in Versform vorgetragen, geeignet beim Publikum Lachen auszulösen, auch wenn die Sache ernst ist.

Die Nichtmediziner unter den Zuhörern lernten, was es heißt, sich honorartechnisch einem einheitlichen Bewertungsmaßstab zu unterwerfen, der weder einheitlich ist, noch einen Maßstab erkennen lässt und das „Verdünner“ in einer Arztpraxis  notwendig sind und nichts mit Nitrolösung zu tun haben.

Während früher eine Kassenarztpraxis die Existenz fürs Leben und ggf. für die Nachfahren sicherte, kann sie heute unter Umständen der sichere Weg in die Insolvenz sein, wenn man sich auf den Standpunkt stellt, „Ich will Arzt sein und weiter nichts.“

 

Es gab herzhaftes Lachen, betroffene Stille, reichlich Applaus und mit den Worten „Dein Vortrag war schön schrecklich“ und anhaltendem Kopfschütteln bedankte sich die Lions-Präsidentin Almuth v. Anshelm bei der Referentin für den authentischen und engagierten Vortrag.

 

( vorgetragen für den Lions Club Limburg Goldener Grund)